Zeichen und Wege der Dankbarkeit

Wie es begann

Vor dem Sonnenaufgang beim Anifer Wetterkreuz innezuhalten, war immer ein Erlebnis, dabei kamen Kraft, Freude und Motivation für den Arbeitstag auf; es brachte Entspannung an freien Tagen und Wohlergehen für den Körper, Geist und die Seele. Am Abend Richtung untergehender Sonne zu gehen oder zu laufen, durchzuatmen und Danke zu sagen bei einem Bildstock für den Tag, tat stets gut.

Diese Erfahrungen machten auch Menschen, die zu Besuch kamen und die Wege gingen. Auch sie hielten bei den Bildstöcken, Wetterkreuzen und Fresken besinnlich inne. Zwischen den einzelnen Stationen zu plaudern, sich über das Leben auszutauschen und einander zu helfen, machte die Tage wunderschön. Zum Abschluss der Wanderung bei der Einkehr den Tag gemütlich ausklingen zu lassen gehörte dazu. Es kam immer wieder die Frage, wieso hier in Anif so viele Bildstöcke seien.

Eines Tages sprach ich mit einer Bäuerin und fragte sie, wieso ihr Bildstock errichtet wurde. Sie erzählte es, und daraufhin kam die Idee, weiter zu recherchieren, und sie wurde gebeten zu helfen und sagte sofort zu. Denn eine meditative Wanderung im Rahmen von Anif.Kultur durchzuführen, war der Wunsch und so wurde er zum Ziel. Es waren viele Menschen in Anif, Niederalm und Neu-Anif begeistert, wollten mitmachen und helfen. Da kaum Aufzeichnungen vorhanden waren, sondern lediglich mündliche Überlieferungen, recherchierten, fotografierten und schrieben wir auf; besinnliche Texte ergänzten das Werk.

Der Funke der Begeisterung sprang auf das Team von Anif.Kultur über und es entstand nicht nur ein Wandertag, sondern der Anifer Bildstockweg.

Ingeborg Gföllner-Koss
Anif.Kultur